Dune

Oh wow. Der Film war wow, ich bin angefixt. Endlich habe ich wieder was, worauf ich mich freuen kann – ich gehe davon aus dass das eine Trilogie wird. Ich habe den Film auf Englisch gesehen.

Was man dazu sagen muss, der Film wäre ohne die überwältigenden Aufnahmen und überhaupt den ganzen künstlerischen Aspekt durch die geschaffene Atmosphäre und so weiter nicht mal halb so gut. Aber das ist einfach von vorne bis hinten ein künstlerisches Meisterwerk. Vom Schauspiel her, den Charakteren, von den Farben her, von der Szenerie, der Musik. Ich fand besonders bezeichnend, dass ich sowas in der Art auch noch nie wirklich in einem anderen Film gesehen habe und ich teilweise einfach total fasziniert von bestimmten Dingen war, und das liegt sowohl an der Geschichte, als auch an der Umsetzung. Ich bin total begeistert.

Ach und natürlich sind Timothée Chalamet und Jason Momoa ganz ganz toll. Das hier sollte jetzt gar keine Filmrezension werden, aber wenn man erstmal anfängt über den Film nachzudenken, dann verliert man sich ein bisschen darin.

Eine Empfehlung für den Film geht auf jeden Fall raus.

Schlecht

Ich hatte mal eine Phase in meinem Leben, wo mir total schlecht war. Mehr oder weniger grundlos, oder ausgelöst durch ganz normale Lebensmittel. Joa, da bin ich wohl wieder drin. Ich kann da im Detail auch grade gar nicht drauf eingehen, denn sonst wird mir wieder ganz furchtbar schlecht. Ich frage mich nur, womit das bei mir zusammenhängt. Zugenommen habe ich noch nicht wieder, das wird jetzt mit der Übelkeit auch ne Herausforderung. Nach dem Essen geht es mir auch oft nicht gut. Es ist, wie ich kürzlich irgendwo auch geschrieben hatte, als hätte ich die Fähigkeit zu genießen einfach komplett verloren.

Ich gehe Sonntag mit dem einen Freund ins Kino und ich bin ganz froh darüber, dass er schon länger weiß, dass ich da manchmal so meine Probleme habe. Ich meide Treffen mit Menschen auch deswegen grade, weil es ja immer und überall nur um Essen geht. Trotzdem bin ich mir unsicher ob ich hingehen soll, aber wer sich dafür interessiert, kann gerne nach meinem Zweitblog fragen, da steht mehr dazu. Ich trenne beim Schreiben gerne Psychische Probleme und Liebesleben. Meistens.

Feiergründe

Nachts im Dunkeln finde ich mich hier noch nicht gut zurecht, aber vielleicht bin ich auch nur zu benebelt. Ich wundere mich, dass ich meinen Job noch habe, aber grade sind Ferien, und ich erinnere mich, dass ich weiser Mann genau deswegen den Job gewählt hatte. Viel Urlaub. Mein Mitbewohner steht auf wenn ich schlafen gehe, ich wundere mich selbst über meinen normalen Schlafrhythmus, aber tatsächlich schlafe ich wie ein Baby in meinem neuen schwarzen Bett, vorausgesetzt mir ist nicht grade kotzübel.

Ich bin ab heute offiziell schuldenfrei, das wäre wohl ein Grund zum feiern, aber das verdanke ich meinem Ex und das kotzt mich an. Ich nehme es trotzdem als Feiergrund an.

Ich habe viel Glück und fühle mich trotzdem so unerfüllt. Ich, total weiser Mann, kann euch nur eines sagen. Ihr könnt noch so viel besitzen, an Reichtum und Glück, wenn ihr nicht etwas habt, das euer Herz glücklich macht, dann werdet ihr auch nicht wirklich glücklich.

Habe ich das? Nein. Ich habe äußerst merkwürdige Wünsche, die ich mir nicht erfüllen kann. Ich bin dankbar dafür, dass ich schuldenfrei bin und ich weiß es zu schätzen, aber ich bin deswegen kein fröhlicher Mensch.

Ich date nicht mehr, weil ich das auch da nicht finde. Sonntag gucke ich endlich Dune mit diesem einen Freund, ich hoffe ich kann mich dazu überwinden.

Weniger

Ich glaube, so lange am Stück war ich noch nie nicht hungrig. Es sind ein paar Kilo weniger, die sich anfühlen, als hätte jemand was aus mir herausgerissen.

Jemand hat sein Gras auf dem Waschbecken liegen lassen. Um 2 Uhr ist es hier lauter als um 14 Uhr. Ich fühle mich wohl, aber noch nicht heim genug, um in Ruhe schreiben zu können. Ich mag es, die Anwesenheit von anderen wahrzunehmen, sonst wird es in mir zu dunkel, aber ehrlich gesagt macht sie mich auch wahnsinnig. Ich fange gar nicht erst an aufzuzählen, was mich alles hier stört.

Ich hatte einen großen starken Mann mit Bart und Glatze getroffen. Er hatte mich beim ersten Date geküsst, aber ich fand es zu schnell und den Zeitpunkt unpassend, aber vielleicht hat mich auch nur der Bart gestört. Es fühlt sich immernoch so an, als würde man eine Fußmatte küssen wenn man einen Bart küsst, warum dachte ich es würde diesmal anders sein? Er wollte mich Samstag wiedersehen, aber er gibt mir furchtbare Spitznamen, deswegen lasse ich es, obwohl er groß und stark und älter und dominant ist.

Ich weiß im Moment so oft nicht wohin mit mir und melde mich bei niemandem. In mir spüre ich eine permanente Ungeduld, obwohl ich nichts zu erwarten habe. Ich möchte Nähe, aber ich weiß gar nicht, wie ich jemanden Fremdes an mich ranlassen soll, und alles was nicht fremd ist, ist nicht da und mir ist kalt davon. Meine Gedanken sind wie geschält und habe verlernt irgendwas zu genießen.

Der Wind heult, aber wenigsten ich nicht.

Mir ist schlecht. Ich habe grade ziemlich viel gegessen, wohl weil ich das die letzten Tage nicht getan hatte. Ich liege in einem großen, neuen schwarzen Bett. Der Regen prasselt gegen die Scheiben, eine Straßenlaterne leuchtet geradewegs in mein Zimmer. Ich bin so mitten in der Großstadt wie nur geht und fühle mich nur wohl hier, weil ich genau hier sein will. Der Wind heult. Herbst. Ich mag es, mich im Herbst zu verlieben, aber ich verliebe mich nie und date jetzt auch gar nicht mehr, weil es da immer um Gefühle geht.

Verloren

Ich bin jetzt seit Samstag in der WG. Es ist sehr erstaunlich wie man sich selbst so belügen kann. Ich hab mir bisher wirklich geglaubt, dass ich dahin möchte, weil die Wohnung so toll ist. Und ja, es stimmt dass das Zimmer begehrt ist und die Lage super ist. Aber ich war mir nicht mal sicher, ob alle Sachen in mein Zimmer passen und ich hatte zugesagt, bevor ich meine Mitbewohner überhaupt kennengelernt hatte. Ich wollte dahin, weil ich weiß dass ich da machen kann was ich will. Das ist der Hauptgrund.

Es hat sich herausgestellt, dass die anderen zwei Seelen hier mindestens genauso verloren sind wie ich. Wenn wir uns nicht ignorieren und in Ruhe lassen, dann spielen wir gemeinsam verloren. Meine Mitbewohnerin kam am Samstag gegen 15 Uhr von der Party am Vorabend nach Hause und Abends gingen wir nochmal los, ohne dass sie nochmal geschlafen hatte. Ja, ich bin mitgegangen, ich dachte… wieso hinauszögern was sowieso passieren wird.

Fieberwahn

Ich wurde gestern geimpft und war dadurch letzte Nacht in einer merkwürdigen Verfassung. Ich führte ein Gespräch mit meinem verstorbenen Vater und hatte aus verschiedenen Gründen heraus einen depressiven Schub, der in Heulattacken endete. Irgendwann kam ich darauf, einfach mal Fieber zu messen. Joa. Ich hätte nicht gedacht, dass Fieberwahn solche Gefühle aus mir herausholt.

In diesem Zustand hatte ich dann auch noch ein Gespräch mit diesem einen Freund gehabt, das überhaupt nicht gut endete, weil ich ziemlich viel bei ihm abgeladen hatte. Ich fühlte mich am nächsten Tag deswegen so schuldig, dass ich ihn dann doch fragte, ob er Dune mit mir sehen möchte. In zwei Wochen, wenn mein Impfschutz vollständig ist. Ich hatte Probleme bei der Formulierung der Frage.

„Willst du Dune mit mir sehen?“

„Möchtest du Dune mit mir sehen?“

Je öfter ich es las, desto blöder klang es. Ich zwinge ihn ja fast dazu ja zu sagen, vielleicht erstmal herausfinden, ob er den Film überhaupt sehen will.

„Hast du eigentlich von Dune gehört?“

Hm. Vielleicht hat er ihn ja auch schon geguckt.

„Hast du Dune schon geguckt?“

Ach scheiß drauf, jeden anderen würde ich einfach fragen, warum denke ich so viel darüber nach? Also doch wieder die erste Variante.

„Willst du Dune mit mir gucken?“

Er hat sofort geantwortet und sein Lieblingskino vorgeschlagen.

Wie war das noch gleich mit der safe Zone? Na ja, immerhin habe ich noch 2 Wochen Zeit es mir anders zu überlegen. Aber er hat mir jetzt auch das Gefühl gegeben, dass ich nicht absagen kann, ohne ihn zu verletzen. „Ich freue mich“, meinte er. Keine Ahnung.

Ich bin noch nicht wieder aus diesem Tief raus.

Letzte Nacht hatte ich viel bei ihm abgeladen, aber er hatte auch zum ersten Mal in Monaten etwas gesagt, was ich nicht mochte. Er hatte mich mit seinen Worten sicher nur stärken oder aufmuntern wollen, aber bei manchen Themen bin ich empfindlich. Normalerweise schnappe ich dann zusammen wie eine Muschel, also frage ich mich umso mehr, warum ich jetzt Dune mit ihm sehen muss. Na gut, vermutlich weil das in keinem Verhältnis zueinander stand. Er wusste nicht, dass ich nicht über das Thema rede, es wäre zu übertrieben ihm das nicht zu verzeihen. Aber es gab schon oft Leute, denen ich ähnliche Dinge nicht verzeihen konnte. Für einige klingt es vielleicht normal, sich nach so einer Nacht bei seinem Freund zu entschuldigen, für mich ist das manchmal schwer, denn dafür muss meine gesunde Seite Oberhand kriegen, weil nur die in emotionalen Situationen rational denken kann. Es ist wirklich schwer und ich schaffe das nicht immer. Deswegen lasse ich Menschen die bestimmte Grenzen überschreiten gerne wissen, dass ich meine Festung mit allem beschütze was ich so habe. Und wenn das jemand nicht aushält, dann sollte er nicht zu nah herankommen. Nicht dass ich mich so komplett aus der Verantwortung ziehen möchte wenn ich so bin, aber was soll ich sagen… ich habe vorgewarnt.

Safe Zone

Ich habe viele Freunde, aber sind wir mal ehrlich, die meisten wissen nicht viel von mir. Ich würde sagen, ich habe im Moment einen sehr guten Freund der viel von mir weiß, aber irgendwie vertraue ich ihm auch noch nicht. Er hatte mich zuerst daten wollen und als ich kein Interesse hatte, weil ich vergeben war, hatten wir uns angefreundet. Das wollte ich eigentlich gar nicht, aber es fiel mir sehr schwer mich nicht mit ihm anzufreunden, weil wir viele gleiche Interessen haben – glaubt mir, das ist selten bei meiner exotischen Variationsbreite an Hobbies – und er immer sehr unaufdringlich präsent war, sodass er sich auf diese Weise irgendwie in mein Leben geschlichen hat.
Die Kommunikation war von Anfang an sehr ehrlich und ich weiß dass er weiß, dass ich das Leben hasse, ohne dass ich ihm das je gesagt habe. Das ist glaube ich dieser Draht von dem alle sprechen, er versteht viel ohne dass ich es erklären muss. Er hat auch vieles nicht ausgesprochen und ich weiß es. Ich glaube wenn man sich ehrlich begegnet und sich nicht verstellt, und gleichzeitig sich in gewissen Punkten sehr ähnlich ist, dann erkennt man einander als seinesgleichen, dann fallen gewissen Outings einfach weg. „Hey, übrigens… ich hab Depressionen…“
Ich hatte mal einen Freund, der sich nach dieser Aussage erstmal mit Fachbüchern zu dem Thema zugedeckt hat. Lieb gemeint, weil er mich nur verstehen wollte, aber ich wünschte, er hätte das besser für sich behalten. Das hat jedes Gespräch dazu mit einem Schlag plötzlich ganz weird gemacht. Ich denke nicht, dass man Fachwissen dafür braucht, um mit einem Depressiven umzugehen.

Apropos. Irgendwann als es mir sehr schlecht ging, war dieser eine Freund dadurch plötzlich die Person für mich, die ich in dem Moment brauchte. Und falls das unterbewusst ein Test von mir war, dann hat er den auch mit Bravour bestanden. Tests. Das klingt ganz komisch, aber ich glaube ein paar wissen was ich damit meine. Man testet Menschen die einem nahe kommen aufs übelste. Jedenfalls war das kein Test von mir, meine Tests sind anders, ich hatte tatsächlich einfach nur jemanden gebraucht.

Und trotzdem vertraue ich ihm nicht, obwohl er viel gibt, zu viel, und wenig dafür einfordert. Obwohl er mir nach der Abfuhr nie wirklich das Gefühl gegeben hat, was anderes im Sinn zu haben als Freundschaft. Auch jetzt wo ich Single bin nicht. Trotzdem habe ich das letzte Treffen abgesagt, weil ich nicht vertraue. Ich würde gerne Dune im Kino sehen und wollte ihn eigentlich fragen ob er den mit mir sieht, aber ich werde es deswegen nicht tun.

Ich war nie so, aber ich möchte nicht mehr so sein wie ich war. Es gab zu viele Menschen, die mir viel Energie genommen haben, weil sie meine Freundschaft, meine Treue, meine Offenheit, die ich gegenüber allem habe was ich liebe und mag, die Eigenschaft, in allen Menschen immer erstmal das Gute zu sehen, sofort erkannt haben und als meine Schwäche vermerkt haben. Wenn ich wirklich jemanden mag, merke ich gar nicht wie einseitig das manchmal ist, aber dafür möchte ich mir selbst gar nicht die Schuld geben, denn diese Leute tun ja oftmals so. Das machen sie sogar so gut, dass man eher permanent das Gefühl hat, die andere Person wäre total selbstlos und würde sich viel zu sehr aufopfern. Man hat bei diesen Menschen dauerhaft das Gefühl, zu wenig zurückzugeben. Das Gefühl bleibt sogar dann, wenn man längst vom Verstand her weiß, dass die Beziehung auf Manipulation aufbaut. Man kann sogar längst am Boden liegen, weil die Person dich dahin befördert hat, und noch nachtritt, aber das einzige was du in dem Moment denkst ist: Es muss meine Schuld sein. Er ist doch so selbstlos und hat so viel für mich getan, bitte sei wieder lieb zu mir.

Und dann tut man auch noch alles dafür, damit die Person wieder lieb zu einem ist.

Mein Gott, ich habe es satt so naiv zu sein. Ich will nie wieder so sein. <- das ist aber ausnahmsweise Mal keine Weisheit, die ich euch mit auf den Weg geben will. Ich bin auf der anderen Seite nämlich auch davon überzeugt, dass ich nur auf diese Weise auch viele gute Erfahrungen machen durfte und viel erlebt habe, was andere nicht erleben, weil sie immer in ihrer safe zone bleiben. Aber das Leben außerhalb der safe zone ist auf Dauer wirklich anstrengend und ich glaube, ich muss mich einfach ein bisschen schützen, indem ich hier erstmal nicht mehr wieder rauskomme.

In der safe zone wird heute Netflix geguckt und geschmollt.

Den Stresspegel halten

Kennt ihr das, wenn ihr noch was zu erledigen habt und das Gefühl habt, euch gar nicht hinsetzen zu können, weil ihr dann vielleicht nicht mehr die Kraft habt nochmal aufzustehen? Das Gefühl habe ich grade auf meine Gesamtsituation bezogen. Mein Tag besteht aus ToDo-Listen abarbeiten und ich habe Angst davor, dass der Stress kurz aufhört, denn dann schaffe ich es nicht, mich wieder aufzurappeln. Ich weiß eigentlich gar nicht, woher ich grade die Kraft für alles nehme. Überhaupt ist es sehr erstaunlich, wie viel man eigentlich so schaffen kann. Wie viel man alleine schaffen kann. Sehr erstaunlich.

Ich ziehe ja grade in eine WG und mir ist dabei eine Sache aufgefallen. Ich weiß nicht ob mein Ex Freund abgefärbt hat oder ob es das Alter ist, aber ich bin ja verdammt spießig geworden. Eigentlich zu spießig für die WG in die ich komme, das habe ich auch erst bemerkt, als mich andere darauf hingewiesen haben. Das fängt beim Kaffeevollautomaten an und hört beim Handstaubsauger mit verschiedenen Aufsätzen auf. So war ich früher nicht, mir war alles immer relativ egal. Da wir noch kein W-Lan in der Wohnung haben, habe ich mir sogar ein Mobile-Wifi angeschafft. Ihr glaubt ja gar nicht, was das für ein Aufwand ist, aber mittlerweile fühlt man sich ja wie im Mittelalter wenn man ein paar Tage lang kein Internet hat.

Irgendwann immer

Ich liege hier zwischen Umzugskartons und der Mond, der mich anstarrt, hält mich vom Schlafen ab. Sicher liegt es nur an dem Mond. Ich mag es überhaupt nicht wenn das Universum mich so anstarrt.

Meine Freundin möchte mich jetzt verkuppeln, oder so ähnlich, aber ich glaube am Ende wird sie da nur noch frustrierter sein als ich. Letztens war da war so ein Mann den ich sehr charismatisch fand, aber der stand nicht zur Auswahl für mich und erinnerte mich an einen alten Freund der nicht mehr bei mir ist. Ich mag es nicht jemanden zu mögen. Das tut weh, irgendwann immer. Findet ihr nicht?